Ohne Gulaschkanone keine Taufe

April 23, 2009 von trotroina

Der Titel stimmt nicht ganz und doch: Am Sonntag ist in der Gemeinde des Zentrums eine Taufe. Hierfür wurde heute Nachmittag die Gulaschkanone gewartet und das Taufbecken eimerweise mit Wasser vom Bach gefüllt. Diese Taufe wird bestimmt „erfrischend!“ Leider geht meine Zeit am Samstag hier zu ende und ich werde nicht mehr live dabei sein.

Des weiteren stand das bewährte Türenbauen an. Heute auch noch eine fürs Kinderheim.
Bezugs Bilder schicke ich euch zu diesem Eintrag noch eines vom Lehrerteam des Trotroinazentrums, als auch weitere Kinder mit ihren neu gestrickten Jacken (siehe Eintrag von gestern).

Unruhen Antananarivo:
Heute waren Schießereien in der Stadt und so heißt es weiter diese nicht zu betreten und Bekannten zu helfen die Probleme haben. Bisher fliegen noch alle Flugzeuge und so soll es auch am Samstag zu meiner Abreise problemlos bleiben. Betet mit dafür und das Land Madagaskar!

Mit vielen Grüßen! Bis morgen

Vor Angst versteckt

April 22, 2009 von trotroina

Ihr Lieben,
heute wurde der erste Türrahmen gesetzt und ich muss euch eingestehen, dass ich mich an meinen weiteren Holzarbeiten rumgedruckst habe anstatt mitzugehen, zu helfen und viele Bilder zu schießen. … und ich weiß auch warum.

Der Bilder wegen bin ich dann doch mal am Haus vorbei gelaufen auch um zu schauen wie sie an der Lehmhütte denn so nen Türrahmen, der eine nicht ganz leichte Tür halten soll, anbringen. Der Anblick läßt mich schlucken und ich hoffe einfach, dass später dann die Tür daran nicht das ganze Haus zum Zusammenbruch bringt.   ;o)
So bin ich wieder gegangen und hab lieber meine Holzarbeit weiter gemacht.

Nachdem die Schule heute zu Ende war (erster Schultag nach den Ferien) sind mir lauter Kinder mit den neu gestrickten Oberteilen entgegen gekommen. Ich weiß nicht ob ihr euch erinnert. Auch Frauen arbeiten hier auf dem Bau/ für die Schule. Als Wasserträgerinnen, oder eben mi t Stricken. Wir erzählten euch, dass sie eine dicke Wollspindel von Forschles geschenkt bekommen haben, wobei sie das erstgestrickte Teil der Schule abgeben müssen und den Rest der Spindel dann behalten dürfen um sich etwas Geld zu verdienen. Die Kinder sahen echt süß aus und waren stolz auf ihre neue Kleidung, trotz Hitze!

Patenkinder:
Heute durfte ich noch weitere zwei Geschenke austeilen. Eines an Sahondra, ein Mädchen aus der Schule, die vor den Ferien nicht mehr da war. Und das andere an Alain, der Junge aus dem Kinderheim, der zuvor wegen dem gebrochenen Arm noch im Krankenhaus lag.
Ich liebe es die Kinder zu sehen, wenn sie das Geschenk bekommen. Sie freuen sich mit so ner schüchternen Art, dass man sie grad nur knuddeln könnte.

Ok, neben all den Bildern auch noch ein paar von Land und Leute dabei um einen weiteren Eindruck von hier zu bekommen.
Bis bald dann!

Handwerk gefragt / die Überlebenshilfe

April 21, 2009 von trotroina

Ein kurzer Abriss des heutigen Tages:

Der Tag begann wieder im Trotroinazentrum, wo der Türenbau und ebenso der Bau des Türrahmens für mich weiter ging. Der Bau dieser ist nicht schwer. Viel mehr beschäftigt mich der Gedanke, dass diese Tür wirklich als Eingangstür eines Hauses dient. Nicht dass sie schlecht ist, doch gerade hieran erkennt man auch die Armut der Menschen vor Ort. Schön zu wissen, dass so was simples besser als das ist, was sie je hatten und trotzdem verrückt.

Beim Ausmessen der anderen Tür besuchten wir den Mann, dem wir eine Nähmaschine brachten. Erst jetzt bemerkte ich, dass er seinen Stoff, den er zum Nähen verwendet auch selbst webt. Wir durften Bilder machen.

Morgen wird die zweite Tür fertig gestellt und wahrscheinlich eine auch schon eingebaut.
Weiter werden Odette und ich am Nachmittag ins Kinderheim gehen um dort das letzte Patengeschenk an Alain zu überreichen.

Aktuelle Bilder kommen dann morgen.

Liebe Grüße für heute: Pia

Musik im Blut und Schreinerarbeiten

April 20, 2009 von trotroina

Liebe Freunde,
gestern, am Sonntag, hieß es für mich: „Sonntag einmal anders erleben.“ Jean-Noel war zum Predigen in einer befreundeten Gemeinde eingeladen und ich begleitete ihn. Bevor der erste Gottesdienst um 8.30 Uhr beginnt, haben sie von 7.30- 8.30 Uhr einen Kindergottesdienst mit 400 Kindern!! Egal bei welchem Gottesdienst, es passt einfach der Spruch: „Die Afrikaner (Madagassen) haben Musik im Blut.“ Ihr könnt euch nur annähernd ausmaeln, wie sie in dieser Zusammenkunft Musik machten, tanzten und somit Gott priesen. Das war mal anders und hat wirklich Freude gemacht. Zu diesem Gottesdienst gäbe es noch manch eines zu erzählen, doch das dann mal persönlich.

Heute war der Tag: Wir gingen Holz kaufen und am Nachmittag fing ich an die Einganstüren für das Haus der armen Familie im Dorf mit den sieben Kindern zu bauen. Hierbei begnüge ich mich mit der Stichssäge und einer Bohrmaschine. Viel mehr steht gerade nicht zur Verfügung. Auch konnte ich schon unsere fleißigen Frauen, die auf dem Bau die Wasserträgerinnen und Strickerinnen sind, einlernen. Spaß, doch sie waren sehr neugierig und hätten am liebsten gleich mitgemacht. Morgen gehts für mich dann mit dieser Arbeit weiter. Vielleicht kann ich die erste Tür auch schon einbauen.

Madagaskar selbst: Die Situation ist weiter angespannt. Heute Abend kamen wieder Meldungen von den Konsulaten, dass man nicht in die Stadt gehen soll. Auch hat ein befreundetes Ehepaar Forschles um Kinderkleidung gefragt, die sie einer Familie geben, welche sich wegen vorheriger Beziehungen vor  den Protestierenden/ der Öffentlichkeit verstecken muss.

Liebe Grüße schicke ich euch! Bis hierher. Und morgen aktuelles zu Holz, Tür und unseren madagassischen Bürgern.

Bürgermeister zu Besuch / Häuser für die Ärmsten

April 18, 2009 von trotroina

Nachdem Peter und Annika gegen 5.30 Uhr heute morgen zum Flughafen sind ging es bei mir heute morgen um 9:00 Uhr los. Zu einer Einweihungsfeier eines neuen Dorfviertels, das zu diesem Ort, indem Forschles hier wohnen gehört. Dieses wurde für die Ärmsten dort- ca. 10 Minuten von hier entfernt, gebaut. Über das Rathaus informierten sich die Missionare, wer in der Umgebung die Ärmsten sind. Diese holten sie dann und so bauten diese Leute unter Anleitung ihr eigenes Haus auf. 10 Jahre haben sie nun wohnrecht und wenn sie sich an die gestellten Regeln halten dürfen sie ihr Haus hinterher kostenfrei behalten.

Mitbekommen habe ich, dass die eine Familie zuvor zwischen zwei Müllkontaineren unter einem Tütendach lebte. Nun, auch wenn simple ausgestattet wohnen sie in einem echt schönen Viertel (siehe Bilder).

Da Jean-Noel & Odette ja vor Ort waren machte der Bürgermeister gleich eine Stunde später einen Besichtigungstermin von Forschles erbauter Schule und somit des geamten Trotroina- Zentrums (Kantine, Kindergarten, Krankenstation, zukünftige Heimhäuser, …) aus. Dazu brachte er sein ganzes Gefolge mit und sie waren echt begeistert von den Bauten!

Am Nachmittag gegen 15 Uhr starteten wir noch eine Evangelisation in Ambovo. Hierzu kamen aufgrund des ausgewählten Standortes bisher viele unbekannte Leute- so Jean-Noel. Von ihnen entschieden sich nach klaren Worten, sechs Leute dafür, ihr Leben Gott anzuvertrauen und im Glauben an Ihn dieses weiter zu gestalten. Es war eine Freude das mitzuerleben, auch wenn ich nicht viele Worte verstand.

Liebe Grüße für heute!

Neue Sichtweisen: Durch die Scheiben des Helikopters; Beschenkt mit Altkleidern aus Deutschland

April 17, 2009 von trotroina

Liebe Freunde, Bekannte und Verwandte,

hatten wir doch kaum geklaubt, dass unser heutiges Probramm vom Umfang her zu bewältigen ist. So gehen wir SEHR beschenkt in unsere Nacht!

Begonnen hat der Morgen auf dem Flughafen um mit dem Helikopter (Helimission) zwei auf Straßen schwer zu erreichende Dörfer anzufliegen, so dass wir die Menschen unter welchen Pastor Eric seine Arbeit begonnen hat besuchen und ihnen neues, besonders nährstoffhaltiges Mehl bringen konnten. Ich persönlich (Pia) war fasziniert, dass der Pilot Jean-Christoph, als auch Eric schon weit über zehn Jahre im Land (Madagaskar) dienen und genoss es, diesmal mit Englisch ihnen zu zu hören und sie zu befragen.

Zurück in Antananarivo ging es nach dem Essen mit dem Kleiderverteilen, hier im Stadtteil vor der Haustür von Jean-Noel & Odette weiter. Haben sich doch die Stunden an Kleider sortieren und Tüten richten gelohnt! So durften wir heute noch (vor dem Abflug von Peter und Annika morgen früh) die Menschen mit diesen beschenken. Alles lief geregelt ab. Wir hatten die Kleidersäcke nach einer Liste gerichtet und mit Nummern gekennzeichnet. Die Leute des Dorfes erhielten auf dem Rathaus ihre Nummer und konnten dann vor der Tür an unserem Transporter ihren Sack erhalten. Gleich nach der Verteilaktion sprangen uns die ersten Frauen mit ihrer gleich angezogenen „neuen“ Bekleidung entgegen und bedankten sich herzlich.

fertige Kleidertüten- Hilfe die nun ankommt

fertige Kleidertüten- Hilfe die nun ankommt

... und raus aus dem Laster, zu den Leuten!

... und raus aus dem Laster, zu den Leuten!

das Dorf, erwartungsvoll vor dem Rathaus versammelt

das Dorf, erwartungsvoll vor dem Rathaus versammelt

persönliche Übergabe hat auch heute noch einen Wert

persönliche Übergabe hat auch heute noch einen Wert

... das stimmt

... das stimmt

voll Begeisterung alles gleich anprobiert- BESCHENKT!

voll Begeisterung alles gleich anprobiert- BESCHENKT!

„Telegramm“

April 16, 2009 von trotroina

- Nähmaschine zu Charles gebraucht

- neu eingedecktes Haus besichtigt/ Türen werden von Pia nächste Woche gefertigt

- Baufortschritt angesehen

- Fahrt 20km aus der Stadt

- auf 80ha großem Grundstück Informationen zur Bienenhaltung abgegeben

- gut gegessen und getrunken/ jede Menge Bilder gemacht

Shoppingtour in Madagascar

April 15, 2009 von trotroina

………heute von Annika, unserer „kleinen“ Reporterin

Ja, manche fragen sich wie eine Shoppingtour in Madagascar wohl aussehen mag.

Das kann ich euch sagen. Heute haben wir mal keine Leute mitten in der Pampa besucht, sonder die

Souvenire gekauft, die wir der Familie, den Freunden und den Kollegen versprochen haben.

Tja, denkt ihr jetzt vielleicht, das ist doch total normal. Und ich sage, diese Shoppingtour hat etwas

ganz Besonderes.

Und zwar folgendes:

Deutschland: in die Stadt fahren, Geschäfte abklappern, Sachen aussuchen & kaufen und wieder nach Hause fahren. Punkt. Aus.

Madagascar:

Zuerst sind wir nicht in die Stadt gefahren, sondern zu“la digue(der Damm)“.

Dort gibt es kleine Häuschen, eine gaaaanz lange Reihe und sie sind nicht größer als 10 Quadratmeter.

Das ist ungefähr so groß das gerade mal so ein Auto (PKW) reinpassen würde.

Und diese Häuschen sind vollgestellt mit Regalen, sodass man sich mit Müh und Not umdrehen kann.

Aber es ist schön, sich durch die kleinen Läden zu quetschen. Also vielleicht mag das nicht jeder, aber ich finds gar nicht so schlimm.

Da wir so ziemlich die einzigen waren, die auf Souvenirsuche waren (ist ja auch nicht grad DIE Ferienzeit), rannten uns gleich ein paar Händler hinterher.

Und wenn sie es nicht taten, versuchten sie uns davon zu überzeugen, das ihre Ware die beste Qualität ist.

Ständig hörten wir ein (mit typisch französich-madagasischem Dialekt) „Good Price“ oder „Good Quality“.

Auf die Dauer ganz schön nervig, aber sie verdienen damit ihren Lebensunterhalt.

Das Lustige ist, man bezahlt nicht einfach so wie in Deutschland, sondern es ist eher wie auf dem Flohmarkt.

Man handelt, bis man den gewünschten Betrag hat, mit dem beide einverstanden sind.

Wir haben die gewünschte Ware zu einem sehr fairen Preis bekommen.

Und ich muss sagen, wenn hier einer König im Handeln ist, dann die Madagassen. Und sie sind ziemlich stur.

Eine Frau wollte 4 Euro gegen 10.000 Ariarys tauschen. Aber das wäre mega geschummelt. Für das Geld hätte man auf der Bank mindestens 6 Euro bekommen.

Jendenfalls haben wir jetzt unsere Souvenire und hoffen das sie den Leuten gefallen, die sie bekommen werden.

„Feinstaub- Alarm in der Hauptstadt“

April 14, 2009 von trotroina

Heute möchte ich Antananarivo von einer anderen Seite beleuchten.

Vieles, was hier erledigt werden muß ist meistens mit einer Fahrt durch die Stadt verbunden. Das bedeutet in der Regel Stau, dicke Luft, Rußpartikel ohne Ende.

So war die frische Luft, die wir gestern Nachmittag bei den Lemuren genießen durften nach 2 Stunden Stop and Go für ca. 30km wieder im Einmer!!

Heute mußten wir – mal wieder – in die Stadt, um Preise für das Inventar der Suppenküche und dem ambulanten Pflegehaus ( Polyklinik ) zu erkunden.

Das kann man nicht übers’ Internet machen, da viele Firmen gar nicht registriert sind und man in der Regel durch Nachfragen herausbekommt, wo, wer, was verkauft.

Das bedeutet: Fahren, Staub und Ruß einatmen, und nach ca. 2-3 Stunden Stadtfahrt so erledigt zu sein, als hätte man den ganzen Tag gearbeitet.

Doch wir hatten etwas Erfolg: Nach ca. 2 Stunden hatten wir von den vielen Erkundigungen, die wir einholen mußten einen Preis herausgefunden nämlich den, für einen großen Gasherd zur Versorgung unserer Kinder in der Schule. Jetzt bleibt zu hoffen, daß der Preis, dann wenn die Kantine fertig ist und die Genehmigung zum Kauf vorliegt noch derselbe ist………… das ist Madagascar!!

Bei einem kurzen Besuch beim Autohaus Volkswagen und Audi in der Hauptstadt, habe ich nicht schlecht gestaunt, daß das Mobilar von Audi bereits dem neuesten Standard entspricht.

So konnte ich in einem Land, das in der Vergangenheit lebt schonmal in die Zukunft schauen!!

Beschenkt- ob Geburtstag, Affen oder Patenkinder

April 13, 2009 von trotroina

Geburtstag- das war womit wir diesen Tag heute startete. Odette feierte ihren 60. „Jahrestag“. Hierzu gab es manch eines aus Deutschland, … (sicherlich schreibt Peter noch dazu).
Plötzlich ertönte die Klingel und wer stand vor der Tür: Das komlette Kinderheim. So genossen wir zusammen gleich den Kuchen und ich konnte die restlichen Patengeschenke austeilen. Was für `ne Freude ist es jedes mal, wenn die Kinder so ein bunt verpacktes Paket bekommen- sie strahlen wirklich übers ganze Gesicht.
Nachdem der Vormittag schön abwechslungsreich war sollte es auch der Nachmittag werden. So besuchten wir nach unserem spitzemäßigen Mittagessen in einem sehr guten madagassischen Lokal die Affen und die Natur in einem anderen Park eine Stunde entfernt (ca. 20 km). Wunderschöne Natur und eben auch Tiere.
Doch so viel erstmal zu unseren Unternehmungen heute.

Mir selbst geht es gut, wirklich. Die zweite Woche ist am Laufen und es wartet noch manch eines auf uns (Kleidungstüten im Dorf verteilen, Menschen besuchen, …). Ein Auftrag um einfache Holztüren zu bauen steht für mich noch an.
Persönlich macht mich die dritte Woche etwas unsicher, wenn am Samstag Annika und Peter abreisen. Wie wirds dann hier sein und was ist dann mein Bereich um zu dienen? Auch ist meine persönliche Kommunikation mit den Madagassen, aufgrund meiner 0% französisch-Kenntnissen gleich 0 (es sei denn jemand spricht mal englisch). So freu ich mich über Mitbeter, dass auch die letzte Woche meines Einsatzes hier (beginnt erst nächsten Montag) ob für Forschles oder die Madagassen oder auch für mich selbst einfach ein Segen, eine Ermutigung ist.

Das Kinderheum, pünktlich zum Geburtstag

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Die Patenkinder des Heims (Alainnicht dabei, er liegt im Krankenhaus)

Die Patenkinder des Heims (Alainnicht dabei, er liegt im Krankenhaus)

Natur pur- die Affen

Natur pur- die Affen

Natur pur- noch mehr von diesen

Natur pur- noch mehr von diesen

wunderschöne Landschaften in Madagaskar

wunderschöne Landschaften in Madagaskar

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